Die “Sieben-Mann-Kombi”-Mission
Der Bass dröhnte noch in unseren Ohren, als wir um vier Uhr morgens aus dem Club stolperten. Die Luft draußen war kühl, die Stimmung gigantisch, und unser Ehrgeiz, alle gemeinsam nach Hause zu kommen, war… nun ja, sportlich.
Unser Fahrer (der Endgegner der Disziplin, staubtrocken und nüchtern) schloss den Kombi auf. Eigentlich ein geräumiges Auto, aber eben kein Linienbus. „Das passt schon“, murmelte irgendwer, und dann begann das große Tetris-Spielen für Fortgeschrittene.
Die Besatzung:
Vorne: Fahrer und Co-Pilot (beide tiefenentspannt).
Rückbank: Drei Mann, die sich bereits sehr lieb hatten.
Kofferraum: Zwei Freiwillige, die sich zwischen Jacken und Pfandflaschen häuslich einrichteten.
7 Mann. Ein Kombi. Ein Ziel.
Wir rollten vom Parkplatz, keine hundert Meter weit, die Stimmung war auf dem Höhepunkt, bis das Universum in Form von blauem Blinklicht antwortete. „Stopp. Polizei.“
Der Moment der Wahrheit
Stille im Karton.
Der Kofferraum hielt die Luft an. Das Fenster surrte runter, und der Beamte leuchtete mit der Taschenlampe ins Innere. Sein Gesichtsausdruck? Eine Mischung aus Fassungslosigkeit und mühsam unterdrücktem Lachen.
„Guten Abend… oder Morgen. Ich weiß gar nicht wo ich da anfangen soll. Bitte einmal Papiere und Aussteigen.“
Einer nach dem anderen schälten wir uns aus dem Wagen. Es wirkte wie ein Clown-Auto im Zirkus, das einfach nicht leer werden wollte. Wir standen da, leicht zerzaust, in der grellen Taschenlampe, und warteten auf das Donnerwetter, die Punkte und das fette Bußgeld.
Das Urteil
Der Polizist schaute unseren Fahrer an, checkte die Papiere und stellte fest: Der Mann ist tatsächlich sauber. Dann sah er in unsere müden, aber friedlichen Gesichter.
„Leute“, sagte er und schüttelte den Kopf, „das ist kein Mannschaftsbus. Wenn ich jetzt den Stift auspacke, wird das für euch alle ein sehr teurer Sonnenaufgang.“
Wir hielten den Atem an. Dann das Wunder: „Gnade vor Recht.“ Er steckte den Block weg. Die Bedingung: Der Wagen bewegt sich keinen Meter, solange mehr als fünf Leute drin sitzen.
Das Ende vom Lied
Zehn Minuten später standen drei von uns am Straßenrand und warteten auf das Taxi, während der Rest der Truppe (völlig legal!) im Kombi davonrollte. Wir haben zwar doppelt gezahlt, einmal fürs Taxi und einmal für unseren Stolz, aber die Strafe blieb uns erspart.